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- Brigitte Binder (links) und Eleonore Ehlers vom DRK-Ortsverein Broitzem-Timmerlah-Weststadt haben Hansgerd Lippel in ihre Mitte genommen, der zum 140. Mal sein Blut gespendet hat.
Hansgerd Lippel für seine 140. Blutspende geehrt
Alle acht Wochen – so oft, wie es die Ärzte erlauben – spendet Hansgerd Lippel (66, Bildmitte) sein Blut dem DRK. Jetzt in der Weststadt war er zum 140. Mal dabei.
„Es gibt viele, die haben gut 30 Mal gespendet“, berichtet Brigitte Binder, Leiterin des ehrenamtlichen Blutespendeteams des Ortsvereins Broitzem-Timmerlah-Weststadt. Aber wenige, die so oft dabei sind wie Lippel. Aus diesem Anlass hatte der Ortsverein sogar die Presse informiert.
Der Spender selbst sagte: „Ich fühle mich körperlich wohler, wenn ich gespendet habe.“ Und das macht er seit 30 Jahren regelmäßig.
Dass ihm der Ortsverein aus Anlass der 140. Blutspende einen Präsentkorb zusammengestellt hat, hätte der Rentner nicht erwartet, er war sehr überrascht und erfreut. Eine frühere Kollegin, auch Mitglied in dem Ortsverein, hatte ihn Anfang der 1980er Jahre zu einer Blutspendeaktion mitgenommen.
Er selbst wohnt am Sielkamp am Schwarzen Berg in der Nordstadt und fährt alle acht Wochen dorthin, wo das DRK gerade eine Blutspende veranstaltet. Diesmal war es eine Sonder-Blutspende an einem ungewöhnlichen Ort: dem Parkplatz vor dem Lidl-Markt am Donauknoten vor der Weststadt.
Der Kontakt mit dem Lebensmittelmarkt sei vorbildlich gelaufen, berichtete Brigitte Binder. Für jeden Blutspender habe der Markt eine Tüte mit Obst, Keksen und Saft gepackt und obendrein noch die Vor-Ort-Verpflegung der Spender mit Brot, Butter, Wurst, Käse, Obst, Wasser und Apfelsaft übernommen.
Außerdem erhielten alle Spender einen Gutschein für ein Kännchen Kaffee bei Café Voigt am Friedrich-Wilhelm-Platz. „Sowas passiert gar nicht so selten, dass ein Geschäft oder Café den Spendern etwas spendet“, so Binder.
Nicht deswegen, sondern aus Überzeugung, waren am Donauknoten auch viele Erstspender dabei – übrigens Angehörige ganz verschiedener Nationen. Zu den jüngsten gehörten Lidya Benli (20) und ihr Freund Yasin Topaloglu (21). „Ich freue mich, wenn ich etwas Gutes tun kann“, sagte Topaloglu. Gespendet werden darf ab 18 Jahren.
Überredet hatte ihn seine Freundin, die einen Rotkreuz-Flyer im Briefkasten gefunden und sich kurzfristig entschieden hatte, Blut zu spenden. „Das passiert oft, dass junge Männer von ihrer Freundin beeinflusst werden und dann zu uns mitkommen“, sagte DRK-Blutspendeteam-Leiterin Brigitte Binder. Erstspender müssen sich nach der Blutabgabe fünf Minuten länger ausruhen als erfahrene Spender.
Jeder potenzielle Spender wird übrigens vor seiner Spende vom Arzt auf seinen Blutdruck untersucht und ob die Eisenwerte stimmen. Eine früher übliche Altersgrenze von 68 Jahren bei Männern und 60 Jahren bei Frauen gilt nicht mehr. Der Arzt entscheidet vor Ort, ob er einen Freiwilligen zur Blutspende zulässt oder nicht.
„Wir sehen uns dann zur 200. Spende wieder“, rief Hansgerd Lippel noch und verschwand dann im DRK-Zelt auf dem Lidl-Parkplatz, um die Formalien zu erledigen und sich anschließend Blut abzapfen zu lassen.

