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Das Juze Wenden ist „GUT DRAUF“

Das Kinder- und Jugendzentrum Wenden wurde am 26. November 2014 für das „GUT DRAUF“-Programm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zertifiziert.

Ansprechpartnerin

Silke Schlegel

Tel.: 05307 9 80 98 50
Mailkontakt

Kinder- und Jugendzentrum Wenden
Heideblick 22
38110 Braunschweig

Öffnungszeiten:

Mo. - Mi.: 15 - 20 Uhr
Fr.: 15 - 19.30 Uhr

Für eine bessere Gesundheit

Ziel dieses Programms ist es, die Gesundheit von Mädchen und Jungen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren zu verbessern. „GUT DRAUF“ und das Parallelprogramm „TUTMIRGUT“, das für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren gedacht ist, bedeuten, dass es im „Juze“ vielfältige Angebote zu gesunder Ernährung, ausreichender Bewegung und Stressregulation gibt.

Dabei soll das Programm nicht mit erhobenem Zeigefinger wirken, sondern vielmehr auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen, die sich am Schul- und Freizeitleben der Kinder und Jugendlichen orientieren. Beteiligung und Mitbestimmung werden gewünscht, ja sogar gefordert.

Foto: DRK BS-SZ

„Unser Kinder- und Jugendzentrum ist in diesen Bereichen seit jeher gut aufgestellt“, sagt Leiterin Silke Schlegel. „Dass bei uns Obst und Gemüse, zum Beispiel Apfelspalten, statt Chips angeboten werden, wissen, kennen und lieben unsere Besucher.“ 

Montags wird regelmäßig in der „kreativen Küche“ gekocht. Zahlreiche Bewegungsspiele – vom Tischkicker über Jonglage und Tanzen bis hin zu Turnmatten, auf denen sich die Mädchen und Jungen austoben können – gehören zum Konzept des Jugendzentrums.

Es gibt aber auch ruhige Angebote wie Malen oder Basteln, „manchmal ist es für die Jugendlichen aber auch dann besonders entspannend, wenn sie Musik hören können und nebenbei mal nichts anderes tun“, weiß Silke Schlegel.

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Die Mitarbeiter des „Juze“ wurden speziell für die Programme „GUT DRAUF“ und „TUTMIRGUT“ geschult, so dass mit den jungen Besuchern zusammen immer wieder neue Angebote entwickelt und ausprobiert werden.

In punkto Mitbestimmung haben vom Grundschüler bis zum Schulabgänger alle Kinder und Jugendlichen schon viel gelernt, als sie sich in Verwaltung und Politik über Monate hinweg für den schnellen Bau eines neuen Jugendzentrums stark gemacht haben, unter anderem mit Protestaktionen vor dem Rat der Stadt inklusive Oberbürgermeister.

Ende März/Anfang April 2014 sind sie in das neue Haus am Heideblick 22 eingezogen. Speziell der dort im Herbst angelegte Garten mit Apfelbäumen, Hochbeeten, aber auch zusätzlichem Platz für Bewegungsspiele an der frischen Luft, eröffnet künftig noch viele weitere gute Möglichkeiten im Sinne von „GUT DRAUF“ und „TUTMIRGUT“.

Wer mehr wissen möchte, kann sich hier informieren.

Reiche Ernte im Garten des Juze

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Voller Erntekorb im Jugendzentrum.

Wer einen großen Garten hat, muss die Pflanzen auch hegen und pflegen und gießen. So auch im Jugendzentrum, das nach dem Neubau einen richtig schönen Garten zum Spielen, aber auch zum Pflanzen und Ernten hat. Obstbäume – Äpfel, Birnen, Pflaumen und Renekloden, das sind kleine, goldfarbene Edel-Pflaumen – wachsen dort, zum ersten Mal nach viereinhalb Jahren haben diesmal die Renekloden-Bäume reichlich Früchte hervorgebracht. Bestes Nasch-Obst für zwischendurch und für leckere Kuchen. Äpfel hingen nach guter Vorjahresernte diesmal nicht an den Bäumen, Pflaumen drei, und die Birnenbäume lassen noch immer auf Ertrag warten.

Aber im Juze-Garten gibt es ja auch die Hochbeete, in denen Gemüsesorten wie Zucchini, Kohlrabi und Salat gepflanzt und geerntet wurden. Dazu Tomaten – und Kürbisse. Weil im Jugendzentrum häufiger gekocht wird, wurde immer wieder Saisongemüse auf vielfältige Weise zubereitet und dann in der Gruppe verspeist. Rezepte für gesundes Essen kommen von vielen Seiten ins Juze, auch von den Eltern der Kinder und Jugendlichen. „Wann immer etwas reif war, wurde es verzehrt“, berichtet Einrichtungsleiterin Silke Schlegel: Salat, Tomaten und Kohlrabi als Rohkost mit Kräuterquark-Dip, als „kreative Küche“ zum Beispiel Zucchini als Ofengemüse, Zucchini-Brownie, Grillgemüse mit Käse überbacken und vieles mehr…. Kürbis wurde etwa als Ofengemüse, Kürbis-Pommes oder herbstlicher Nudelauflauf zubereitet, demnächst sollen Kürbis-Gnocchi ausprobiert werden.

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Noah zeigt zwei Hände voller Edel-Pflaumen, auch Renekloden genannt.

„Cola-Kraut war der Renner – ab ins Trinkwasser, riecht wie Haribo und Cola, man schmeckt es kaum, aber es sieht im Wasserkrug gut aus“, berichtet die Juze-Leiterin. Mit Zitronenmelisse wurden Tee und Trinkwasser verfeinert.

Und wer hat im Frühjahr und im Sommer die Beete und Bäume gegossen? „Der Rasensprenger wanderte zu den Juze-Öffnungszeiten immer Stück für Stück durch den Garten – natürlich auch zur Freude der Besucher, die während der heißen Tage dabei auch eine willkommene Abkühlung fanden“, sagt Silke Schlegel.

Und ja, „auch die Kinder haben jeden Abend fleißig geholfen, Tomaten und Paprika – diese sind in diesem Jahr leider nicht so gut geworden, nur Minis – zu gießen.“ Und Kräuter und blühender Lavendel brauchten ja auch noch Wasser...

Vom Beet in den Topf – coole Rezepte für jeden Tag!

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Gesundes Essen und Trinken ist ein großes Thema im DRK-Jugendzentrum Wenden. Mit Unterstützung der Firma Perschmann aus Wenden hat jetzt am Kreativ-Küchentag mit Claudia Colantoni eine echte Gesundheitstrainerin mit Mädchen und Jungen zwischen 6 und 12 Jahren gekocht. Name des spannenden Kochkurses: „Vom Beet in den Topf – coole Rezepte für jeden Tag!“

Natürlich wurde alles mit frischen Zutaten zubereitet, Colantoni zeigte den Kids, dass Vollwert-Ernährung prima schmeckt – und Spaß macht. Von ihr lernten die Kinder, dass Mehl nicht unbedingt in der Tüte gekauft werden muss: Mit einer Getreidemühle wurde das volle Korn selbst gemahlen. Obst und Gemüse wurden mit einem Spiralschneider in Spaghetti -Form geschnitten, für die meisten Kinder ein echter Hit. Ebenso eine schöne Idee: mit einer Keksausstechform in Fußform den Brotbelag selber aus Käse ausstechen – fertig sind lustige Käsefüße.

Am Ende wurde ein Buffet hergerichtet, so dass alle Kinder alle Speisen kosten konnten: Möhrenwaffeln mit Kräuterquark, Kartoffelspaghetti mit Käse überbacken, Kürbispommes – lecker und überhaupt nicht fettig –, Apfelspaghetti mit Himbeersoße, Vollkornbrötchen und ein selbst gemachter Schoko-Nussaufstrich.

Zum Schluss erhielt jedes Kind eine Mappe mit Rezepten und Ernährungstipps. Die Mädchen und Jungen waren ganz begeistert und wollen die Rezepte zuhause oder im Jugendzentrum unbedingt nachkochen. Eine weitere Aktion mit der Gesundheitstrainerin und vielleicht mit Eltern und Kindern ist vorgesehen.